Dieser Baustein wird überarbeitet


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Baustein 4.1 : BuJuSpi
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../res/unten.png Hallo
../res/unten.png Zeichnungsdokument erzeugen und speichern
../res/unten.png Raster von OpenOffice Draw einrichten
../res/unten.png Symbolleisten aktivieren und Vergrößerung (Zoom) einstellen
../res/unten.png Seitenformat ändern
../res/unten.png Fertige Bilder laden und einfügen
../res/unten.png Position und Größe eines Objektes genau festlegen
../res/unten.png Objekte mit festem Versatz duplizieren
../res/unten.png Mehrere Objekte auswählen und mit festem Versatz duplizieren
../res/unten.png Farbige Etiketten (beschriftete Rechtecke) erzeugen
../res/unten.png Überschriften herstellen
../res/unten.png Signatur einfügen
../res/unten.png Arbeit abschließen


Voraussetzung für die Bearbeitung dieses Bausteins


../res/oben.png Hallo

Hallo, lieber Schüler, hallo, liebe Schülerin!

res/01-lehrwerk.jpg
Im Startcenter von OpenOffice kannst du erkennen, dass OpenOffice nicht nur das Programm-Modul «Writer» für das Schreiben von Texten bereit stellt. Neben anderen gibt es auch ein Modul für das Erstellen von Grafiken; diese fantastische „Zeichenumgebung“ heißt «Draw» (Das englische Verb „draw“ bedeutet „zeichnen“).

Es ist insbesondere die Existenz dieses Moduls «Draw», dass die Überlegenheit des Programmpakets „OpenOffice“ unübersehbar macht. «Draw» ist ein unglaublich mächtiges Werkzeug, mit dem großartige Produkte hergestellt werden können.

Um OpenOffice Draw kennenzulernen, sollst du ein Piktogramm herstellen, welches eindrucksvoll die Verteilung der Urkunden darstellt, die von deiner Klasse bei den Winterbundesjugendspielen errungen worden sind. Ein Piktogramm ist ein Diagramm, in dem Häufigkeiten mit Hilfe von Figuren dargestellt werden.

Für die Darstellungen in diesem Baustein gehen wir davon aus, dass in deiner Klasse die folgenden Anzahlen von Urkunden erkämpft wurden:

Urkundentyp
Anzahl J
Anzahl M
Ehrenurkunde
3
2
Siegerurkunde
5
6
Teilnehmerurkunde
7
6

Natürlich darfst du nachträglich, wenn du mit der Arbeit an diesem Baustein fertig geworden bist, das Piktogramm so abändern, dass es die Anzahlen wiedergibt, die tatsächlich für deine Klasse zutreffen. Falls deine Sportlehrer keine Teilnehmerurkunden ausgestellt haben, verwendet du dafür einfach die Anzahlen der Jungen und Mädchen, die weder eine Ehren-, noch eine Siegerurkunde erhalten haben.

Und das ist das Piktogramm, das am Ende deiner Arbeit an diesem Baustein stehen soll. Jedes Bärchen steht für eine vergebene Urkunde:

  res/02-arbeitsziel.jpg

Übrigens, ein geübter Nutzer von OpenOffice Draw vermag dieses Piktogramm mit all seinen Bestandteilen in wenigen Minuten herzustellen. Dein ITG-Unterricht wird dazu etwas länger brauchen, weil wir dir bei der Herstellung des Piktogramms ein einziges Mal die Grundfertigkeiten für den Umgang mit Objekten in einer Zeichnung erläutern. Alle folgenden Bausteine, die sich mit OpenOffice Draw beschäftigen, werden erheblich knapper ausfallen, weil wir dir dann davon ausgehen werden, dass du diese Grundfertigkeiten beherrschst.

Für das Verständnis von OpenOffice Draw ist es sehr hilfreich, wenn du dich von der Vorstellung löst, dass ein Dokument zwischen seinen Rändern einen Bereich enthält, indem die Tastendrucke auf der Rechner-Tastatur automatisch in einen zeilenweise fließenden Text umgesetzt werden. Das ist die Vorstellung eines Nutzers, der seine alte Schreibmaschine gegen einen PC eintauscht! Sie ist durchaus passend, wenn du mit OpenOffice Writer Textdokumente bearbeitest.

Wenn du jedoch Dokumente mit OpenOffice Draw bearbeitest, solltest du dir besser ein Blatt von deinem Zeichenblock vorstellen, auf das du Bildausschnitte klebst, Figuren zeichnst und Beschriftungen anbringst, an beliebiger Stelle, in beliebiger Größe und in beliebiger Ausrichtung.

Los geht's!

../res/oben.png Zeichnungsdokument erzeugen und speichern

Zunächst wirst du ein leeres Zeichnungsdokument für dein Piktogramm anlegen.

Wir gehen davon aus, dass du diese Baustein-Beschreibung mit dem Browser SeaMonkey betrachtest.

OpenOffice erzeugt ein leeres Zeichnungsdokument und zeigt es dir in einem Fenster an. Die Titelleiste weist den Namen „Unbenannt1“ aus; damit wird dir verdeutlicht, dass dieses Dokument nicht gesichert ist.

Wenn du auf dem Schreibtisch deines Rechners nachschaust, wirst du erkennen, dass das Symbol der gespeicherten Zeichnung von den Symbolen der Textdokumente unterscheidet, die du bisher im ITG-Unterricht bearbeitet hast.


Textdokument
Zeichnungsdokoment
Symbol
../res/aoo-odt.png
../res/aoo-odg.png
Suffix
.odt
.odg


Kleiner Ausflug in das Dateiverwaltungssystem deines Rechners: Dateinamenerweiterungen

Auch die Dateinamenerweiterungen unterscheiden sich. Das lateinische Fachwort für Dateinamenerweiterung ist „Suffix“ (Plural: „Suffixe“). Es bedeutet „Nachsilbe“ oder „Wortendung“. Die Silben „-heit“, „-keit“ oder „-lich“ sind Suffixe in der deutschen Sprache.
Möglicherweise ist dein Rechner so eingestellt, dass er die Suffixe der gespeicherten Dokumente nicht anzeigt. Trotzdem sind sie vorhanden. Nur über die Suffixe erkennt der Rechner den „Typ“ der Datei; das heißt, er kann sich selbst nur mit Hilfe der Suffixe die folgenden Fragen beantworten:
Wir zeigen dir hier anhand der frisch auf den Schreibtisch gespeicherten Datei «bujuspi» bzw. «bujuspi.odg», wie du die Anzeige der Suffixe der Dateinamen ein- und ausschalten kannst. Das geschieht auf einem Mac grundsätzlich anders als auf einem Windows-PC:

Mac  ../res/mac.jpg
Windows-PC  ../res/mac.jpg
Bei einem Mac kann für jede Datei einzeln eingestellt werden, ob das Suffix angezeigt wird.
Bei einem Windows-PC kann die Suffix-Anzeige immer nur für einen ganzen Ordner eingestellt werden.
  • Klicke auf das Symbol der Datei «bujuspi.odg»
  • Erteile dann den Menübefehl Ablage : Informationen ⌘I.
Es erscheint ein Dialogfenster. Wir haben bei der folgenden Abbildung durch Klicks auf die kleinen Dreiecke alle Abschnitte geschlossen, die hier nicht wichtig sind:

bild1.jpg

Du erkennst in dem Abschnitt «Name & Suffix» die Option «Suffix ausblenden», die du
  • aktivieren (Häkchen setzen) oder
  • deaktivieren (Häkchen entfernen)
kannst. Probiere es aus!
Zur Vorbereitung erzeugen wir auf dem Schreibtisch deines Rechners einen neuen Ordner:
  • Führe einen Rechtsklick auf den Schreibtisch aus.
  • Wähle im Kontextmenü den Befehl Neu : Ordner.
  • Gib dem erscheinenden Ordner den Namen „Test“.
  • Öffne den Ordner mit einem Doppelklick.
res/05a-pc-suffix.png
  • Wähle den Befehl Extras : Ordneroptionen ....

Es öffnet sich ein Dialogfenster:

res/05b-pc-suffix.png
  • Klicke auf den Reiter «Ansicht».
An der 6. Stelle in der Einstellungsliste erkennst du die Option «Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden», die du
  • aktivieren (Häkchen setzen) oder
  • deaktivieren (Häkchen entfernen)
kannst. Probiere es aus! Um die Wirkung überprüfen zu können, musst du das Dialogfenster mit einem Klick auf den Knopf «OK» schließen.

Die vorgenommene Änderung wirkt sich auf alle Dateien, also auch auf die Datei «bujuspi» oder «bujuspi.odg», die auf dem Schreibtisch liegt!

Für den kompetenten Nutzer ist es vorteilhaft, wenn die Erweiterungen der Dateinamen angezeigt werden. Du solltest diese Einstellung wählen! Also: Häkchen entfernen.
  • Lösche den Ordner «Test».



../res/oben.png Raster von OpenOffice Draw einrichten

Bei der Herstellung von Grafiken kommt es darauf an, dass Objekte exakt positioniert werden können. Dabei hilft ein im Ausdruck unsichtbares Raster, in das die Ecken von Objekten einschnappen.

Das Raster ist standardmäßig nicht sichtbar und etwas grob eingestellt. Bei den Rechnern in der Schule wird die Einstellung von den fleißigen Installateuren routinemäßig abgeändert. Deswegen ist für dich an einem Schulrechner eigentlich nichts zu tun. Wir zeigen dir trotzdem, was zu tun wäre, damit du zu Hause OpenOffice Draw korrekt einrichten kannst. Tue einfach in der Schule so, als wäre OpenOffice Draw noch nicht fertig eingerichtet.
Es erscheint ein Dialogfenster, mit dem Hunderte von Einstellungen vorgenommen werden können:

res/06-ohne-zeichenformate.png
Die Zeichnung zeigt nun Rasterpunkte, an denen die Zeichnungsobjekte einschnappen. Diese Rasterpunkte sind im Ausdruck einer Zeichnung nicht sichtbar.

Wir haben den Abstand von je zwei benachbarten Rasterpunkten auf 2 mm festgesetzt, weil wir 1,00 cm = 10 mm in 5 gleiche Abstände geteilt haben. Das hat folgende Konsequenzen:
Diese Erklärung wird für dich natürlich erst richtig verständlich, wenn du ein Objekt in deiner Zeichenebene erzeugt hast. Das wirst du im nächsten Unterabschnitt tun.

Jetzt solltest du die vorgenommenen Einstellungen erst einmal sichern. Diese wird dir nach dieser Sicherung in allen weiteren Zeichnungen, die du anfertigen wirst, automatisch zur Verfügung stehen!

../res/oben.png Symbolleisten aktivieren und Vergrößerung (Zoom) einstellen


Es gibt noch ein paar praktische Einstellungen, die du vornehmen solltest, bevor du mit der eigentlichen Arbeit beginnst. Als erstes schauen wir nach, ob die Symbolleisten, die wir ständig brauchen, sichtbar sind. Dazu werfen wir einen prüfenden Blick auf das OpenOffice-Fenster:

res/06-umgebung.png

Wenn eine der Leisten nicht sichtbar sein sollte, so kannst du das durch Anwahl der passenden Option im Menü Ansicht oder im Untermenü Ansicht : Symbolleisten ändern. OpenOffice Draw merkt sich die Einstellungen die du vornimmst, sodass du sie in der Regel nicht wiederholen musst. Nur der Maßstab der Vergrößerung oder Verkleinerung (Zoom) ändert sich von Mal zu Mal in leider nicht nachvollziehbarer Weise. Deswegen zeigen wir dir sogleich, wie du diesen einstellen kannst:
Es erscheint das folgende Dialogfenster:

res/08-massstab.png
Jetzt müsste OpenOffice dir die Zeichnungsfolie in Originalgröße anzeigen.


../res/oben.png Seitenformat ändern

Das Arbeitsziel zeigt dir, dass die Grafik im A4-Querformat erstellt werden soll. Es erscheint das folgende Dialogfenster «Seite»:

res/09-querformat.png


../res/oben.png Fertige Bilder laden und einfügen

In eine Zeichnung kannst genauso wie in ein Textdokument Bilder einfügen. Diese werden natürlich nicht an einem Absatz verankert, weil es in einem Zeichnungsdokument keine Absätze gibt. In einem Zeichnungsdokument haben Bilder keinen Anker, sie haben eine Position!

Wir zeigen dir das anhand eines Bärchens, mit dem eine Ehrenurkunde symbolisiert werden soll. Die drei Bärchenbilder haben wir dir nachfolgend zum Laden zur Verfügung gestellt:

bild1.jpg bild2.jpg bild2.jpg
baer-gelb.png
baer-weiss.png
baer-gruen.png

Wir erklären dir hier nicht noch einmal, wie du die Bilder auf den Schreibtisch laden kannst.
Und schwupp, befindet sich der gelbe Bär auf der Zeichenfolie. Um den Bär herum leuchten 8 grüne Aktivpunkte, die dir anzeigen, dass das Bild aktiviert (markiert; ausgewählt) ist, um Befehle zu empfangen. Die Aktivpunkte markieren das Aktivrechteck, das jedes Objekt umrahmt.

res/13b-baer-aktiviert.png res/13a-baer-deaktiviert.png
aktiviert
deaktiviert
Um das Bärchen zu deaktivieren, damit es keine Befehle mehr annimmt, muss man einmal neben das Aktivrechteck irgendwo auf die Zeichenfolie klicken. Ein deaktiviertes Objekt hat keine Aktivpunkte.
Wie du siehst, hat der Druck auf die Rückschritttaste keine Wirkung auf das Bärchen. Es ist eben nicht mehr aktiv!

Auch hier wirken die Tastendrucke nicht auf das Bärchen; sie bewegen die gesamte Zeichenfolie.

Du hast sicher bemerkt, dass sich der Mauszeiger in einen vertikalen Pfeil mit einer horizontalen Grundlinie verwandelt, wenn seine Spitze auf den Aktivpunkt zeigt. Damit macht dir OpenOffice klar, dass du nun den Aktivpunkt bewegen darfst, ohne das Bärchen zu verschieben.

res/13c-baer-gestaucht.png res/13d-baer-gezogen.png
gestaucht
gelängt

Im Ergebnis dieser Aktion ist das Bärchen nun arg zusammengestaucht worden. So wie du mit den Aktivpunkten «Mitte Oben» und «Mitte Unten» die Höhe des Bildes verändern kannst, geben dir die Aktivpunkte «Mitte Links» und «Mitte Rechts» die Möglichkeit die Breite des Bildes zu beeinflussen. Mit den Aktivpunkten in den Ecken des Aktivrechtecks ist es möglich, zwei Änderungen gleichzeitig vorzunehmen.
Wie bekommt man das Bärchen nun wieder in die ursprüngliche Form zurück? Gute Frage! Die Antwort ist aber nicht schwer, wenn man den folgenden besonders wichtigen Menübefehl kennt und ihn auf das aktivierte (!) Bärchen anwendet. Merke ihn dir gut!
Es erscheint das folgende Dialogfenster:


res/14-zuschneiden.png

Die Bestandteile des Dialogfensters haben dir klar gemacht, dass du die Größe des Bildes auch Eingabe von neuen Werten für seine Breite oder seine Höhe verändern kannst. Auf weiteres Ausprobieren wollen wir hier verzichten, weil uns das zu weit von unserem eigentlichen Ziel entfernen würde. Du kannst das zu Hause nach Belieben mit einer neuen Zeichnung tun!

Du weißt nun, dass sich ein Objekt auf der Zeichenfolie in den beiden Zuständen «aktiviert» und «deaktiviert» befinden kann. Das ist aber noch nicht die volle Wahrheit. Es gibt nämlich zwei verschiedene aktive Zustände, nämlich

res/13a-baer-deaktiviert.png res/13b-baer-aktiviert.png res/13e-baer-aktiviert2.png
deaktiviert
aktiviert zur
Größenänderung
aktiviert zum
Drehen und Scheren
Beachte:

res/13f-baer-gedreht.png res/13g-baer-horizontal.png res/13h-baer-vertikal.png
gedreht
horizontal geschert
vertikal geschert

Wieder stellt sich die Frage, wie man das verunstaltete Bärchen wieder exakt in seine alte Form zurückbekommt. Und wieder gibt es hier eine einfache Antwort, wenn man den folgenden besonders wichtigen Menübefehl kennt. Merke dir auch diesen gut!

Es erscheint das folgende Dialogfenster:

res/15a-drehung.pngres/15b-scherung.png

Möglicherweise ist das Bärchen durch die letzten Verzerrungen auch in der Höhe und Breite verändert worden. Deswegen solltest noch einmal die bereits bekannte Prozedur wiederholen, mit der die Originalgröße zurückgewonnen werden kann:
 Jetzt beenden wir die Manipulationen an unserem armen Bärchen; es hat genug gelitten!

Übrigens: Für den Fall, dass es dir nicht gelingen sollte, das Bärchen wieder in den Originalzustand zurückzubringen, gibt es ein Allheilmittel:


../res/oben.png Position und Größe eines Objektes genau festlegen

Du hast sicher bei der Betrachtung der Dialogfenster im letzten Abschnitt bemerkt, dass das Bild von dem Bärchen exakt 2,12 cm breit und exakt 2,12 cm hoch ist, wenn es sich im Originalzustand befindet.

Für die Herstellung des Piktogramms ist es besser, wenn wir das Bärchen auf die Abmessungen 1,00 cm x 1,00 cm verkleinern.
res/11-spaltenbreite.png
In dem oben abgebildete Dialogfenster hat die «Position X» den Wert «6,00 cm» und die «Position Y» den Wert «4,00 cm».
Das Ergebnis ist beeindruckend: Das Bärchen ist verkleinert und an eine neue Position gesetzt worden, die wir dir erklären möchten:

res/17-position.png

Die linke obere Ecke des Bärchenbildes ist nun genau 6,00 cm vom linken und genau 4,00 cm vom oberen Rand entfernt. Es stellt sich die Frage, warum sich die Positionsangaben auf die linke obere Ecke beziehen. Ganz einfach: Weil diese Ecke als Basispunkt eines Objekts automatisch voreingestellt ist. Schau dir das letzte Bildschirmfoto noch einmal genau an. Auf dem ist dieser Sachverhalt klar erkennbar.

Merke dir:
Die Möglichkeiten, die sich aus einer Änderung des Basispunktes eines Objekts ergeben, werden wir jetzt nicht diskutieren. Es würde uns zu weit vom Ziel des Bausteins entfernen.


../res/oben.png Objekte mit festem Versatz duplizieren

Schön und gut, wirst du sagen, jetzt haben wir mit viel Aufwand ein Bärchen in der richtigen Größe an der richtigen Stelle positioniert. Wie viel Aufwand muss ich noch treiben, bis das Piktogramm fertig ist? Du wirst überrascht sein, wie flott es jetzt weiter geht!

Ein besondere Vorzug von OpenOffice Draw ist die Möglichkeit, Objekte positionsgenau zu vervielfachen. Wir zeigen dir jetzt, wie aus einem Bärchen drei gemacht werden können, die sich sofort an der richtigen Position befinden.

Wir machen uns zunächst einmal klar, was wir erreichen wollen: Wir möchten zwei Duplikate von dem vorhandenen Bärchen erzeugen, die jeweils um genau 2,00 cm weiter nach rechts verschoben sind.

res/18-duplizieren.png

Das erreichst du auf die folgende Weise:
Es erscheint das folgende Dialogfenster:

res/19-duplizieren.png

Und das ist der Effekt:
res/20-duplizieren-ergebnis.png

Die Pfeile und die rosa Positionskreise sind natürlich in deiner Zeichnung nicht sichtbar; wir haben sie hier nur zur Verdeutlichung eingefügt.

Nun geht es ganz schnell:
So, jetzt brauchen wir eine kleine Atempause!


../res/oben.png Mehrere Objekte auswählen und mit festem Versatz duplizieren

In dem vorangegangenen Abschnitt haben wir alle Urkunden, die die Jungen erhalten haben, mit Hilfe von Bärchen dargestellt. Für die Mädchen ist das Piktogramm viel einfacher herzustellen, weil wir die Arbeit nutzen können, die wir für die Jungen aufgewandt haben. OpenOffice Draw bietet dir die Möglichkeit, mehrere Objekte zugleich zu duplizieren. Man muss nur diese Objekte vorher gemeinsam auswählen.

Machen wir uns zunächst wieder klar, was wir erreichen wollen: Von der kompletten Anordnung der vorhandenen Bärchen soll ein Duplikat erzeugt und exakt 9,00 cm tiefer positioniert werden.

res/21-viele-duplizieren.png

Wie schon gesagt, dazu müssen alle vorhandenen Bärchen gemeinsam ausgewählt werden. Das kann auf zwei Weisen geschehen:

res/22-auswahlrahmen.png

Das Bildschirmfoto zeigt, wie ein Auswahlrahmen von links oben über die Objekte diagonal hinweg nach rechts unten aufgezogen wird. Wenn alle Objekte erfasst worden sind, liegen sie alle in einem großen Aktivrechteck aus 8 grünen Punkten (siehe vorletztes Bildschirmfoto). Das probieren wir jetzt aus:
Es erscheint das bekannte Dialogfenster für das Duplizieren:

res/23-viele-duplizieren.png

Ist das nicht großartig? Du musst das Arrangement für die Mädchen nur geringfügig korrigieren:
Wir machen wieder eine kleine Pause!


../res/oben.png Farbige Etiketten (beschriftete Rechtecke) erzeugen

Im nächsten Schritt erzeugen wir die farbigen Etiketten, die mit den Wörtern „Ehrenurkunde“, „Siegerukunde“ und „Teilnehmerurkunde“ beschriftet sind. Wir stellen diese Etiketten selbst mit dem Rechteckwerkzeug her, das dir OpenOffice Draw in der Symbolleiste «Zeichnen» zur Verfügung stellt. Auf diese lernst du den Gebrauch der Figurenwerkzeuge kennen.
Dieser Mausklick ist wichtig; ohne ihn funktioniert die Werkzeugauswahl nicht einwandfrei!

res/24-rechteckwerkzeug.png
res/24-rechteckwerkzeug.png

Es entsteht ein Rechteck, das 4,00 cm breit und 1,00 cm hoch ist. Standardmäßig besitzt es die hellblaue Füllfarbe «Blau 9» und einen grauen haarfeinen Rand.

Wichtiger Hinweis:
Beim Aufziehen des Rechtecks hat dir das Raster von OpenOffice Draw enorm geholfen; ohne dieses Raster hättest du die Position und die Größe des Rechtecks niemals aus freier Hand so exakt zustande gebracht! Falls du trotzdem beim Aufziehen des Rechtecks die richtige Position und Größe nicht getroffen hast, hilft dir das Raster, diese Eigenschaften mit Hilfe von Mausaktionen schnell zu korrigieren.
Weil das Rechteck aktiv ist, können wir ihm direkt die passende Füllfarbe geben.
Nun fehlt nur noch die Inschrift. Das ist aber eine einfache Aktion, wenn man weiß, dass in OpenOffice Draw jedes Objekt zum Träger einer Inschrift gemacht werden kann!
Es erscheint mitten im Rechteck eine blinkende Einfügemarke

Das Wort erscheint in der Standard-Schriftgröße «18 Punkt».

Das Markieren von Text funktioniert auch in OpenOffice Draw genau so, wie du es in OpenOffice Writer kennengelernt hast.
Wenn du Text bearbeitest ersetzt OpenOffice Draw automatisch die Symbolleiste «Linie und Füllung» durch die Symbolleiste «Format»!

So, das erste Etikett ist hergestellt. Sicherlich ahnst du schon, dass es mit den übrigen Etiketten wesentlich flotter vonstatten gehen wird. Du kannst nämlich deine Kenntnisse über das Duplizieren von Objekten, die du bei der Vervielfältigung der Bärchen erworben hast, hier sogleich anwenden:

Wichtiger Hinweis:

res/27b-mauspfeil.png res/27a-textzeiger.png
Auswahlpfeil (Vergrößerter) Textzeiger

Na, ja, und nun ist es klar, wie es noch flotter weiter geht.
res/28a-auswahlrahmen.png res/28b-auswahl.png
Auswahlrahmen Gemeinsam ausgewählte Objekte
Nächste Pause!


../res/oben.png Überschriften herstellen

Text wird in einem Zeichnungsdokument völlig anders als in einem Textdokument untergebracht. Das merkst du schon daran, dass keine Einfügemarke sichtbar wird, wenn du auf die Zeichenfolie klickst.

Andererseits hast du anhand der Etiketten schon gelernt, dass Objekte eine Inschrift und damit einen Text tragen können. Und das ist bereits der Schlüssel zum Verständnis der Textverarbeitung in einer Zeichnung! Für die Unterbringung von Text gibt es speziell für diesen Zweck geschaffene Objekte. Das sind die so genannten Textfelder.

Unter einem Textfeld kannst du dir ein Rechteck vorstellen, das bei der Erzeugung standardmäßig die folgenden Eigenschaften besitzt:
Ein Textfeld wird mit dem Textwerkzeug erzeugt. Es befindet sich wie das Rechteckwerkzeug in der Symbolleiste «Zeichnen». Das Symbol des Textwerkezugs ist ein blaues T (7. Symbol von links):
res/10-symbolleiste-zeichnen.png
res/11a-textfeld.png res/11b-textfeld.png
Aufnahmebereites neues Textfeld
Aufnahmebereites Textfeld
 
An der Stelle des Mausklicks erscheint der Rahmen eines schmalen Textfeldes, in dem eine Einfügemarke blinkt (linke Abbildung).
Solange die Einfügemarke blinkt, ist das Textfeld im Zustand «aufnahmebereit». In diesem Zustand kannst du
Wir nutzen diese Möglichkeit, um das Wort „Winterjugend“ zum Wort „Winterbundesjugend“ zu erweitern:
Die Aufnahmebereitschaft eines Textfeldes beendest du, indem du irgendwo auf die freie Zeichenfolie außerhalb des Textfeldes klickst. Das Textfeld wird auch als Objekt durch einen solchen Klick vollständig deaktiviert. Wir probieren das aus:
Die Pfeiltastendrucke bewirken, dass sich die Folie hin und her bewegt. Das Textfeld bleibt aber auf der Folie an Ort und Stelle liegen.

Um das Wort „Winterbundesjugend“ zur gewünschten Überschrift zu ergänzen, müssen wir das Textfeld wieder aufnahmebereit machen. Du hast schon bei der Bearbeitung der Etiketten gelernt, dass es dabei auf die Position ankommt, in der du auf das Textfeld klickst:

res/11a-textfeld.png res/11b-textfeld.png
Auswahlpfeil
Textzeiger

Wenn du den Mauszeiger neben oder an dem Rand des deaktivierten Textfeldes positionierst, behält er die Form des Auswahlpfeils. Positionierst du den Mauszeiger jedoch über dem Text, dann verwandelt er sich in einen Textzeiger.
Die Überschrift hat einen Schönheitsfehler. Ihre Textzeilen sind nicht zentriert. Beim Zentrieren kannst du wieder deine Kenntnisse aus der Textverarbeitung einsetzen:

res/11c-textfeld.png res/11b-textfeld.png
Alle Zeilen in die Auswahl einbezogen
Formatierungsbefehl angewandt

Jetzt müssen wir die Überschrift nur noch sauber positionieren. Im ersten Schritt sorgen wir mit der Maus für die richtige vertikale Position („Y-Position»):
res/11e-textfeld.png res/11f-textfeld.png
Basispunkt
Formatierungsbefehl angewandt

Die beiden Bildschirmfotos sollen dir zeigen, dass es für die beschriebene Aktion egal ist, ob sich das Textfeld in dem Zustand «Aktiviert zum Drehen und Scheren» (rote Aktivpunkte) oder in dem Zustand «Aktiviert zur Größenänderung» (blaue Aktivpunkte) befindet.

Anmerkung

Nun positionieren wir noch das Textfeld so, dass es auf der Zeichenfolie horizontal exakt ausgerichtet ist. Dazu verwenden wir weder die Maus, noch die Pfeiltasten. Nach Augenmaß würden wir ein exakte Ausrichtung nicht bewerkstelligen können!

Für das Ausrichten von Objekten gibt es in der Symbolleiste «Zeichnen» eine eigene kleine Werkzeug-Palette mit dem Namen Ausrichtung (3. Symbol von rechts):
res/29a-ausrichtung.png
Über die schmale Schaltfläche mit dem kleinen schwarzen Dreieck lässt sich die Palette zur Auswahl der Optionen öffnen. In der oberen Zeile befinden sich drei Optionen für die horizontale, in der unteren drei Optionen für die vertikale Ausrichtung.
res/29b-ausrichtung-palette.png
Nun sollte das Textfeld mit der Überschrift perfekt zentriert ausgerichtet sein.

Das Textfeld für die Überschrift für die Mädchen ist schnell erzeugt:

Geschafft! Du hast es (bis auf die Eingabe deiner Signatur) geschafft! Du darfst stolz auf dich sein.


../res/oben.png Signatur einfügen

Das Arbeitsziel zeigt, dass in der unteren rechten Ecke der Zeichnung dein Name stehen soll. Das ist leicht bewerkstelligt:
Und noch einmal:


../res/oben.png Arbeit abschließen

Du hast nun den Baustein komplett bearbeitet und kannst daher deine Arbeit abschließen.

Das fertige Dokument «bujuspi.odt» und die verwendeten Bärchen-Bilder liegen zur Zeit auf dem Schreibtisch deines Rechners; dort sollten sie nicht liegenbleiben. Lege in deinem ITG-Ordner

einen neuen Baustein-Ordner mit dem Namen „4-1-bujuspi“ an und kopiere alle Dateien dort hinein.

Nachdem du die Dateien gesichert hast, kannst du sie vom Schreibtisch entfernen. Verschiebe sie in den Papierkorb und entleere diesen.

Das war's. Wir hoffen, es hat dir Spaß gemacht.
Bis zum nächsten Mal!


Letzte Änderung: 31.12.2014